So unter diesem Punkt wollen wir euch mal beschreiben wie wir den BDSM leben. Wo fängt man da am Besten an? Mmh, am besten erst mal bei unserem Styling... Würdet ihr uns auf der Straße sehen, würdet ihr vermutlich denken wir gehörten der Gothic-Szene an. Die meisten von euch werden jetzt wohl schon so eine bestimmte Vorstellung haben. Für die anderen eine kurze Beschreibung... Unsere Finger- und Fußnägel sind schwarz lackiert und wir tragen dunkles/schwarzes Make up, dabei sind die Lippen schwarz, dunkellila oder bei der Sub rot. Die Kleidung besteht aus einem Minirock oder kurzem Kleid, dazu halterlose Strümpfe oder Strumpfhose (allerdings unten offen) und Highheels mit min. 10 cm Absatz. Natürlich alles in Black! Unterwäsche tragen wir keine, denn diese ist uns verboten!

 

Was aber wohl viel interessanter für euch ist, ist die Frage, was wir so machen, wenn wir uns sehen. In der Regel wird jeder Punkt einer Session bei uns immer genau vorgeplant, wie ihr eventuell schon gelesen habt.  Wir versuchen uns immer sehr genau daran zu halten und so wenig wie möglich vom Plan abzuweichen, aber wir wissen alle, dass man nicht immer alles zu 100 % vorplanen kann. Natürlich besteht so ein Treffen nicht nur aus einer Session. Wir unternehmen natürlich viel mehr. In der Zeit außerhalb der Session gehen wir shoppen, ins Kino, schwimmen etc. zu was wir eben so Lust haben. Schließlich haben auch wir mal Lust zu was anderem als immer die ganze Zeit in der Wohnung zu sitzen und BDSM auszuüben. Abwechslung ist schließlich wichtig! Ansonsten kommt jeder seinen Verpflichtungen nach. Als Zofe zum Beispiel muss der Haushalt geführt werden. Wir reden viel miteinander und ja wir lachen auch ;-).  Kommunikation ist für uns genauso wichtig wie alles andere. Ohne reden entsteht kein Vertrauen und das ist schließlich eine Grundvoraussetzung für alles. Daher bleibt der Kontakt auch täglich neben den Treffen via Telefon, SMS und Email bestehen.

Neben den Treffen haben wir alle noch unsere alltäglichen Verpflichtungen, die Arbeit und was das Leben sonst so mit sich bringt. Das heißt wir arbeiten, treffen Freunde, Familie und leben ein mehr oder weniger normales Leben. Also kein 24/7 wie sich der ein oder andere bestimmt schon gedacht hat. Unser Styling behalten wir jedoch auch hier bei, sofern es machbar ist, und jeder von uns hat auch hier seine täglichen BDSM-Aufgaben wie z.B. einen Tagesbericht schreiben, zu erledigen. Unser BDSM zieht sich durch das ganze Leben und existiert also nicht nur bei den Treffen.

Das ist natürlich nicht immer leicht. Oft stößt man an Grenzen und kämpft mit dem Gedanken alles hinzuschmeißen. Einschränkungen und Regeln für den Alltag hinzunehmen kostet anfangs viel Überwindung. Zum Beispiel der Punkt Unterwäscheverbot. Auf einmal etwas aufzugeben was man seit der Kindheit gewöhnt ist, ist schwer. Es ist ein Eingriff in die Normalität, die man sich so viele Jahre über angewöhnt hat und nicht nur in den sexuellen Bereich. Viele Regeln kommen einem sinnlos vor und man denkt sich oft was das soll. Aber es steckt doch immer etwas dahinter, dessen Sinn man vielleicht gleich, manchmal aber auch erst später erkennt. Doch wenn ihr euch entscheidet diesen Weg von Verzicht zu gehen, gewöhnt man sich schnell dran, denn es wartet doch immer eine viel größere Entlohnung auf einen...

Es ist klar, dass nicht alle mit dieser Art BDSM zu leben zu recht kommen. Sein Leben so extrem umzustellen ist eine Überwindung und nicht leicht. Vielleicht findet der ein oder andere es auch zu heftig, doch wir haben dieses Leben gewählt und sind glücklich in unserer Welt. Hoffentlich konnten wir euch hier einen kleinen Einblick geben, wie wir leben.  Falls nicht schreibt uns doch. Wir freuen uns über immer über Interessierte.

  

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