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Abbinden - Hier werden gezielt Brüste, Hoden oder andere Extremitäten mit Seilen oder ähnlichem abgebunden, um die Blutzirkulation zu unterbrechen. Dies führt zu einer erhöhten Nervreizung, sprich Schmerzen.
Absprache – Dies ist besonders wichtig bei unbekannten und neuen Partnern. Hier muss festgelegt werden, wo die Vorlieben, Abneigungen, Tabus und medizinischen Vorraussetzungen bei den Spielpartnern liegen. Ganz wichtig ist auch das Codewort festzulegen.
Absturz – Spiel, das aus physischen oder psychichen Gründen fehlgelaufen ist, auch Fehlspiel genannt. Dies betrifft meistens den Bottom, kann aber durchaus auch mal den Top betreffen. Danach ist es wichtig den Partner durch streicheln, Zärtlichkeiten oder in die Arme nehmen aufzufangen. Später auf alle Fälle über die Gründe oder was schief gelaufen ist reden.
Age Play – Eine Form des Rollenspiels bei dem mit dem Alter gespielt wird. Es werden Parts wie die strenge Gouvernante oder des frechen Schuljungen eingenommen und so meist Erziehungsphantasien umgesetzt. Age Play hat nichts mit dem sexuellen Umgang von Minderjährigen zu tun.
AIDS – Erworbene Immunschwäche. Auch beim BDSM ist es wichtig auf Safer Sex zu achten.
Aktiv – Dominante Part
Ampelcode – Eine Art Safewörter um den physischen und psychischen Stand des Bottoms zu erfahren. GRÜN = alles ok, es geht mehr, weitermachen; GELB = nicht mehr, aber weitermachen; ROT = Stop sofort aufhören
Anale Dehnung – Der Anus wird langsam und Stück für Stück mit den Fingern und geeigneten Gegenständen wie Plugs oder Dildos gedehnt.
Andreaskreuz – Häufiges und bekanntestes SM-Möbelstück, das aus 2 X-förmig gekreuzten Balken besteht und zur Fixierung eines Menschen in unterschiedlichen Stellungen dient.
Automasochismus – Auch Autosadismus genannt. Hierbei bringt sich der Spieler selbst Schmerzen bei. Dies wird aus verschiedenen Gründen getan – als Experiment, Fehlen eines Partners oder zur Selbstbefriedigung. Atemkontrollspiele waren dabei schon häufige Todesursache, da bei Not der Partner zum befreien und zur Hilfe fehlt.

Bastinade – Schläge auf die Füße oder die Fusssohlen
BDSM – Abkürzung für Bondage & Discipline, Domination & Submisson, Sadism & Masochism. Auf Deutsch: Fesselung & Erziehung, Beherrschung & Unterwerfung, Sadismus & Masochismus. Diese Abkürzung umfasst einen weitaus größeren Bereich als SM.
Birching – Züchtigung mit Birkenzweigen.
Bondage - Engl. für Fesselungsspiele, vorwiegend mit Seilen, aber auch mit andere Materialien wie Ketten, Hand- und Fussfesseln, Ledermanschetten usw. Bondage ist als eigenständige Form des Sadomasochismus zu verstehen.
Bottom – Engl. für “Unten”. Der passive Part eines Spiels.
Branding – Zufügen von Narben durch glühendheißes Metall, als Schmuck oder zur Kennzeichnung.
Breath Control – Engl. für Atemkontrolle, hierbei wird dem Bottom kurzzeitig die Luftzufuhr (zB. durch Würgen mit Händen oder Gasmasken) abgeschnürt. Vorsicht, Finger weg von Seilen! Gefährliche Spielart!
Buttplug – Engl. für Analstöpsel, meist kegelförmig aus Latex oder Metall, der in den Anus eingeführt wird. Er dient meistens zum dehnen des Schließmuskel zum späteren Fisting. Bei Männer erzeugt er Druck auf die Prostata und dient auch zur sexuellen Stimulation.

Caning – Schlagen mit dem Rohrstock
Carotis-Sinus Reflex – Regelmechanismus des Blutdrucks am Hals. Dieser Mechanismus kann bei Atemkontrollspielen zB. durch würgen aktiviert werden und dies hat zur Folge, dass der Blutdruck fällt und man sofort ohnmächtig wird. Der Körper muss dann sofort in die waagerechte gebracht werden, sonst droht nahezu unvermeidlich der Tod!
Cockring – Ring aus Metall oder Latex der den Penis und evtl. die Hoden umschließt, um die Errektion zu verlängern oder das Abspritzen zu verhindern.
CBT – Cock and Ball Torture – sadomasochistisches Foltern und Behandeln des Penis und der Hoden mit Klammern, Gewichen, Heißwachs usw.
Consensual – Engl. für einvernehmlich
Coming Out – Auch Outing genannt. Sich gegenüber Anderen zu seinen Neigungen bekennen
Crossdressing – Tragen von Kleidungsstücken des anderen Geschlechts.
Crushing – seltener Fetisch bei dem der Bottom es genießt zu sehen, wie der Top kleine Dinge oder Lebewesen (Zigarettenkippe, Insekten…) zertritt. Der Kick ist in der Vorstellung selbst an der Stelle zu sein.
Cunnilingus – Oralverkehr bei der Frau
Cutting – Engl. für Schneidespiele. Dabei wird die Haut mit einem scharfen Gegenstand (Messer, Skalpell, Rasierklinge,..) verletzt.

D/S – Domination und Submission, eine Art des BDSM die nicht auf das Zufügen von körperlichen Schmerzen abzielt, sondern auf ein psychisch basiertes Machtspiel zwischen dem dominanten und dem submissiven Part.
Dehnung – Vagina oder Anus werden durch Finger, Plugs etc. vorsichtig auf eine bestimmte Größe gedehnt.
Deprivation – Kompletter Sinnesentzug durch Augenbinde, Ohrstöpsel etc. um andere Wahrnehmungen und Empfindungen extrem zu steigern.
Devot – Unterwürfig, demütig (Passive Part)
Domina – Bezeichnung des Aktiven Part als Frau
Dresscode – Kleiderordnung, wie Lack-, Leder- und Latexvorschriften, ohne dessen Einhaltung man auf viele Parties oder Veranstaltungen sonst keinen Einlass bekommt.

Elektro– Stimulation durch Strom
Englisch – harte Bestrafung durch den Rohrstock
Endorphine – Hormone die der Körper bei Stress oder Schmerz ausschüttet.
EPE – Erotic Power Exchange, dauerhafte Machtübergabe bei der der Top jederzeit die Macht über das Sexuallleben des Bottom übernehmen kann.

Facials – Golden Shower oder Ejakulation in das Gesicht
Fellatio – Oralverkehr beim Mann
Fellching – Bei dieser Praktik wird der Bottom gezwungen, Sperma aus Vagina oder Anus des Top zu saugen.
Femdom – weibliche Dominanz
Fetischismus – rein der Definition nach ist es eine Fixierung auf einen physischen Gegenstand, wie zB. Füße, Korsett usw. oder auch dem Hemd oder Tuch des Freundes. Dies muss nicht unbedingt sexueller Herkunft sein. Die Reize die von einem Fetisch ausgehen, können vielfältiger Natur sein (Fühlen, Riechen, schon der Anblick genügt).
Fisting – Dabei wird die Faust oder Hand bis hin zum Handgelenk in die Vagina oder den Anus eingeführt. Hierbei ist viel Gleitgel und eine gewisse Vordehnung vonnöten
Flagellation – Schlag- und Peitschspiele
Flogger – Anderer Begriff für Riemenpeitsche

Gag – Engl. für Knebel
Gelber Onkel – Synonym für den Rohrstock
Gender Play – Wechsel der Geschlechter, bei dem zB. Männer die Rolle des Dienstmädchens einnehmen.
Gerte – Schlaginstrument, das in verschiedenen Formen erhältlich ist.
Geschichte der O – Roman von Pauline Reage, Klassiker in der BDSM-Literatur, der die Unterwerfung der O schildert.
Golden Shower – Spiele mit Natursekt, bei dem der Urin aufgenommen oder zur Erniedrigung des Bottom auf den Körper uriniert wird.

Hanky Code – Code dessen Ursprung in der amerikanischen Schwulenszene liegt. Das Tragen eines roten Tuches diente zur Offenlegung der sexuellen Orientierung für Gleichgesinnte. Später hat sich auch die sadomasochistische Bewegung diesen Code zu Nutze gemacht, um ihre Vorlieben und Neigungen zu signalisieren. Aktive tragen diese nach Vorlieben gefärbten Tücher in der linken Hosentasche, Passive in der rechten und Switcher um den Hals. Hier die wichtigsten Farben und deren Bedeutung:
· Weiß: Anfänger
· Oliv: Militäry-Spiele
· Senf: Fußfetisch
· Schwarz: harter SM
· Gelb: Natursekt
· Anthrazit: Gummifetisch
· Orange: Alles geht
· Rot: Fisting
· Rose: Spanking
· Grau: Bondage
· Braun: Kaviar
· Gold: Dreier
Harness – Fesselgeschirr aus dem Reitsport, was als Schmuck- oder Funktionsgeschirr getragen werden kann. Dies gibt es von schlichter bis zur aufwendigen Verarbeitung aus den Materialien Leder, Kunststoff, Stahlbändern oder Ketten.
Hepatitis – Virusinfektion bei der sich die Leber entzündet. Es wird zwischen den 3 Virenarten A,B und C unterschieden.
Hepatitis A – Diese ist die harmloseste Form der Erkrankung, deshalb sollte sie jedoch nicht unterschätzt werden. Sie wird durch Kot übertragen und man sollte sich daher bei Kaviarspielen ausreichend schützen.
Hepatitis B – Diese Infektion wird durch Blut, Speichel, Sperma und Scheidensekret übertragen. Kondome und Latexhandschuhe (je nach Praktik) sind bei „Fremdpartnern“ daher immer vonnöten, da dieser durch jegliche Blutübertragungsarten und auch normalen Sex übertragen werden kann. Allerdings ist der 100%ige Schutz nicht garantiert, da der Virus ja auch durch Speichel übertragen werden kann.
Hepatitis C – Die gefährlichste Art dieser Erkrankung, da zu 50% eine chronische Entzündung zurück bleibt. Diese Form wird durch Blut übertragen, deshalb ist hier sowohl bei vaginalem als auch analem Verkehr (fast wichtiger) Schutz auch sehr wichtig, da es bei möglichen Einrissen der Schleimhäute zur Blutübertragung kommen kann.
Herrengriff – Kontrollgriff des Top beim Bottom um dessen sexuelle Erregung festzustellen und auch um seine Macht über ihn zu demonstrieren wenn er die Schamesgrenze überschreitet
HIV – Human Immunodeficiency Virus ist der Auslöser von Aids. Übertragbar durch Blut, Sperma und Scheidensekret, deshalb hat Schutz durch Kondome beim Sex und Handschuhe beim Fisten oberste Priorität.
Hodenfallschirm – Diese aus Leder gefertigte kegelförmige Manschette besitzt an den Außenseiten 3 Ketten die sich in der Mitte an einem Haken treffen. Dort werden Gewichte befestigt um die Hoden zu foltern.
Hogtie – Einfache Fesselungsform bei der der Passive auf dem Bauch am Boden liegt und die Arme mit den Beinen aneinander gebunden werden.
Hundepeitsche – Eine kurze Peitsche aus mehreren Lagen vernähtem Leder oder Ledersträngen an dessen Ende ein Karabinerhaken ist.
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